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Nachhaltige Staudenpflanzungen erhöhen Artenvielfalt in der Stadt


Mit prämierten Stauden und bewährten Konzepten erfolgreich begrünen

 

(ZVG/BdS) Nach den Staudenmischungen bietet der Arbeitskreis Pflanzenverwendungen im Bund deutscher Staudengärtner (BdS) nun als weiteren Service für die Anwender acht Module für den Gehölzrand an, auch für den trockenen Schatten. Professor Cassian Schmidt, Vorsitzender des Arbeitskreises, berichtet davon bei der BdS- Mitgliederversammlung am 7. Februar 2018 in Grünberg.

 

Diese, über sieben Jahre an verschiedenen Standorten getesteten, Pflanzzusammenstellungen werden der Fachwelt im Herbst vorgestellt. In Zusammenarbeit mit dem Bund deutscher Staudengärtner und dem Bund deutscher Baumschulen werden zudem nach ersten Vorversuchen nun aktuell Gehölz- und Staudenmischungskonzepte aufgepflanzt und bis 2021 bonitiert und ausgewertet.

 

Der BdS-Arbeitskreis Staudensichtung hat nach jeweils drei Jahren Boniturzeit die Sortimente Sanguisorba und Bistorta abschließend bewertet. Für die Staudengärtner aber auch die Verwender sieht der Arbeitskreisvorsitzende Prof. Dr. Bernd Hertle ein enormes Potential bei diesen Staudengattungen. Bei Bistorta gäbe es sehr viele Sorten mit der Bestbewertung von drei Sternen („ausgezeichnet“), erläuterte Prof. Hertle.

 

Ein Beispiel, wie Staudenmischungen als Grundelement für die städtische Begrünung verwendet werden können, zeigte die Landschaftsarchitektin Susanne Schulze, Grün und Gruga Essen. In ihrem Vortrag zu „Nachhaltigen Staudenpflanzungen, einem Projekt von Essen 2017 – grüne Hauptstadt Europas“ ging sie näher darauf ein. Ziel der Stadt Essen war es, mit einer nachhaltigen Pflanzung die Innenstadt und Hauptzufahrtswege zu begrünen. Dabei sollten Ressourcen geschont, die Biodiversität gesteigert, ein klimatischer Mehrwert geschaffen und ein stabiles, selbstregulierendes System etabliert werden. Die modulhafte Anordnung von Stauden wurde hierzu erfolgreich als System eingesetzt. Schon im ersten Jahr wurden ausnehmend viele Insekten und Vögel an den Pflanzflächen registriert. Studenten der Universität Bochum evaluieren nun, inwiefern die Staudenpflanzungen die Artenvielfalt erhöhen. Die positive Resonanz der Bürger auf die Bepflanzung lassen sich bereits jetzt feststellen.

Die Ergebnisse der Sanguisorba und Bistorta Bewertung sind einzusehen unter: www.staudensichtung.de

 

 

Landschaftsarchitektin Susanne Schulze
Detaillierte Pflanzpläne und eine beetgenaue Kommissionierung der Staudengärtner ermöglichten in Essen, der grünen Hauptstadt Europas, eine schnelle Pflanzung, erläuterte Landschaftsarchitektin Susanne Schulze. (Fotos: BdS/ Behrens)

 

Prof. Dr. Bernd Hertle
Die herausragenden Sorten der abschließend bewerteten Sortimente von Sanguisorba und Bistorta stellte Prof. Dr. Bernd Hertle den Staudengärntern vor. (Fotos: BdS/ Behrens)

 

Prof. Cassian Schmidt
Nach Staudenmischpflanzungen folgen im Arbeitskreis Pflanzenverwendung nun Module in den aktuellen Versuchen an verschiedenen Standorten, berichtete Prof. Cassian Schmidt. (Fotos: BdS/ Behrens)


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